Vergleichsanalyse zu Adressrisiken im Eigengeschäft

Für eine moderne Adressrisikosteuerung ist auch im Eigengeschäft das Management erwarteter und unerwarteter Verluste aus der Übernahme von Adressrisiken von besonderer Bedeutung. Doch auch wenn für das eigene Institut bereits entsprechende Auswertungen bei guter Datenqualität vorliegen, stellt sich die Frage, wie die individuellen Ergebnisse im Kontext anderer genossenschaftlicher Kreditinstitute zu bewerten sind:

  • Sind die Risikokennzahlen für das eigene Portfolio im bundesweiten Vergleich zu Kreditinstituten ähnlicher Größe kritisch oder positiv zu bewerten?
  • Wie lassen sich eigene Struktur-Kennzahlen bzgl. Größenklasse, Spreads, Laufzeiten und Diversifikation im Vergleich zu anderen Häusern einschätzen?
  • Wie wurden die spezifischen Fragestellungen und Herausforderungen hinsichtlich der Modell-Parametrisierung in anderen Kreditinstituten gelöst?
CP BAP Abbildung KPM-EG

Auswertung aus der KPM-EG Vergleichsanalyse – Value at Risk im Vergleich zum Aktuellen Barwert

Grundlage dafür sind Auswertungen, die sich aus der vorhandenen VR-Control-Software mit überschaubarem Aufwand extrahieren lassen. Dabei stehen diese Risiko-Kennzahlen im Fokus:

  • Credit Value at Risk: Der unerwartete Verlust beschreibt in einer barwertigen Steuerungsperspektive, welche Höhe von Wertverlusten bei einem vorgegebenen Konfidenzniveau von z. B. 99,0 % über den Erwartungswert hinaus nicht überschritten werden; damit kann das Risiko außergewöhnlicher Ausschläge und besonderer Szenario-Konstellationen im Eigengeschäft sachgerecht quantifiziert werden.
  • Unerwartete GuV-Belastung: Die unerwartete GuV-Belastung gibt in der periodischen Risikomessung den (unerwarteten) Abschreibungsbedarf unter Berücksichtigung der eingestellten Bewertungsart sowie evtl. vorhandener stiller Reserven an.

Neben diesen Größen lassen sich zusätzlich relative Kennzahlen wie beispielsweise die Risikoquote ermitteln. Mit diesen Resultaten, die auch auf Ebene einzelner Geschäfte heruntergebrochen werden können, ist es möglich, eine umfassende Analyse aufzubauen, die einen realistischen Vergleich eigener Risiko-Kennzahlen mit den Ergebnissen ähnlicher genossenschaftlicher Kreditinstitute ermöglicht. Die eigenen Zahlen können damit genauer interpretiert werden.

Da das Adressrisiko im Eigengeschäft verstärkt in den Fokus der Aufsicht rückt, diskutieren wir in den Veranstaltungen insbesondere Themen aus dem Validierungsbericht der parcIT, wie z. B. aktuelle Entwicklungen des Modell-Designs und der Modell-Parametrisierung. Zusätzlich werden wir verschiedene Ergebnisse aus Kalkulationsvarianten vorstellen, die wir auf Basis eines CP BAP-eigenen Prototypen für Sie berechnen können.

Die letzte KPM-EG-Vergleichsstudie in 2018 zeigte zum wiederholten Mal eindrucksvoll die Vielfalt der Depot-A-Kennzahlen in insgesamt ca. 60 genossenschaftlichen Kreditinstituten.

ANSPRECHPARTNER

 CP BAP

Friedrich Feuerschütz
E-Mail schreiben

 CP BAP

Mathias Kilthau
E-Mail schreiben

 CP BAP

Dr. Matthias Koll
E-Mail schreiben

 CP BAP

Dr. Michael Kurth
E-Mail schreiben

 CP BAP

Daniela Riedel
E-Mail schreiben