geno.bip PROZESSE spezial 2025: Prozessmanagement praxisnah, fokussiert und im Austausch
Im Zentrum des geno.bip PROZESSE spezial 2025 stand der fachliche Austausch über Prozessmanagement in Genossenschaftsbanken – von Benchmarking über KI bis hin zur Kapazitätssteuerung. Vertreter:innen aus Banken, Atruvia und CP BAP diskutierten gemeinsam, wie interne Abläufe effizienter gestaltet, Prozesse verbindlicher verankert und neue Technologien sinnvoll genutzt werden können.
Mit drei Impuls-Runden zur freien Auswahl bot die Veranstaltung ein Format, in dem Teilnehmende Themen vertiefen und zentrale Fragestellungen direkt mit Praktiker:innen diskutieren konnten.
Voll besetzte Arena beim geno.bip PROZESSE spezial 2025
Impulse aus der Praxis: Einordnung und fachliche Schwerpunkte
Nach der gemeinsamen Begrüßung startete der Fachtag mit einer inhaltlichen Einführung in die CP BAP Prozessvergleichsstudie. Daran anschließend boten die drei Impulsrunden die Möglichkeit, zentrale Fragestellungen des Prozessmanagements aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten: Aufbau interner Prozessteams, Einsatz von KI, Workflow-Automatisierung, Kapazitätssteuerung sowie die Verankerung interner Prozesse im neuen Betriebsmodell. Die folgenden Beiträge geben einen strukturierten Überblick über die behandelten Themen und die zentralen Erkenntnisse aus den Sessions.
CP BAP Prozessvergleichsstudie: Orientierung durch Benchmarking
Zum Auftakt stellten Daniel Giel und Christian Schlösser die CP BAP Prozessvergleichsstudie vor. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Genossenschaftsbanken mittels Benchmarking Unterschiede in Abläufen sichtbar machen und daraus konkrete Optimierungsansätze ableiten können. Die Teilnehmenden erhielten einen strukturierten Überblick über Kennzahlen, Methoden und Erfahrungen aus vergleichbaren Instituten.
Aufbau von Prozessteams für interne Prozesse
In der ersten Impuls-Runde zeigte eine Volksbank, warum sich Prozessteams für interne Unternehmensprozesse deutlich komplexer zusammensetzen als für Kundenprozesse. Die Diskussion drehte sich um praktikable Teamgrößen, die Einbindung vieler beteiligter Abteilungen sowie die Frage, wie Genossenschaftsbanken Teams bilden können, die fachlich breit genug aufgestellt sind, aber nicht zu kleinteilig werden. Der Austausch zeigte klar: Interne Prozesse benötigen eigene Strukturen, Rollenverständnisse und Schnittstellenabstimmungen.
Interne Prozesse im neuen Betriebsmodell verankern
Wie interne Unternehmensprozesse im neuen Betriebsmodell – geprägt durch Standardisierung, Digitalisierung und Automatisierung der Business Services – professionell verankert werden können, erläuterten Hendrik Kräft (Atruvia AG) und Martin Schwarz (CP BAP). Die Prozesslandkarte wurde als zentrales Navigationsinstrument beschrieben, um interne Abläufe systematisch einzuführen und mit bestehenden Prozessmanagement-Methoden zu verzahnen. Ihr gemeinsamer Beitrag zeigte konkrete Lösungsansätze für die Ausrichtung interner Prozesse auf das nBM.
Kapazitätssteuerung in der Bank umsetzen
Wie Kapazitätssteuerung anhand von Vorgangsdaten aus agree21IDA umgesetzt werden kann, diskutierten Alexander Wissing (Volksbank Westmünsterland eG) und Rosa Schneider (CP BAP) mit den Teilnehmenden. Sie zeigten einen Lösungsentwurf auf, der die in Arbeit befindlichen Vorgänge in Bearbeitungsphasen unterteilt und diese über agree21IDA auswertbar macht. Durch diesen Ansatz lassen sich Prognosen für Folgearbeiten ableiten, Engpässe aufdecken und Ressourcen geplant einsetzen – ein Ansatz, der wertvolle Impulse für Organisationen in der Ressourcenplanung bietet.
Künstliche Intelligenz in der Prozessautomatisierung einsetzen
Mit einem technologieorientierten Blick erläuterte Daniel Giel (CP BAP), wie KI heute bereits Abläufe in Genossenschaftsbanken unterstützen kann. Praxisbeispiele machten sichtbar, wo KI die Prozesse beschleunigt. Dabei wurden konkrete Tools zur intelligenten Prozessautomatisierung beleuchtet. Gleichzeitig wurden Grenzen und zentrale Leitfragen diskutiert: Wo sind organisatorische Anpassungen notwendig? Und wie gelingt ein strukturiertes Vorgehen, wenn KI in bestehende Abläufe integriert wird? Welche Hürden sind zu beachten?
Individuelle Workflows clever gestalten und verbinden
Lars Greven (CP BAP) zeigte anhand anschaulicher Beispiele, wie No-Code-Lösungen die Gestaltung und Automatisierung von Workflows ohne Programmieraufwand ermöglichen. Die Teilnehmenden erhielten einen praxisnahen Einblick, wie Prozesse flexibel modelliert und verschiedene Tools zu durchgängigen Abläufen verbunden werden können. Der Fokus lag auf schnellen Umsetzungen, die Abteilungen entlasten und Entscheidungswege verkürzen.
Praxisbeispiel: Prozessoptimierung bei der Frankfurter Volksbank Rhein-Main eG
Im Abschlussvortrag stellte Sandra Machens (Frankfurter Volksbank Rhein-Main eG) zusammen mit Martin Schwarz (CP BAP) dar, wie Benchmarking, Process Mining und Prozesscontrolling gemeinsam wirken können. Am Beispiel der Frankfurter Volksbank Rhein-Main eG wurde deutlich, wie Daten genutzt werden können, um Prozesse zu verbessern. Hierfür wurde das eigene Projektvorgehen vorgestellt und wesentliche Projektelemente wie die Loop-Planung beleuchtet.
ECON und Atruvia: Einblicke in No-Code und Business Services
Am gemeinsamen Stand von ECON und Atruvia erhielten die Teilnehmenden einen kompakten Überblick über No-Code-Lösungen. Sie zeigten, wie digitale Antrags- und Serviceprozesse schnell und ohne großen IT-Aufwand umgesetzt werden können.
Austausch und Netzwerken
Der Vorabendtreff im Brauhaus „Zum Prinzen“ sowie der gemeinsame Besuch des Kölner Weihnachtsmarkts boten einen idealen Rahmen für den persönlichen Austausch. Auch während der Veranstaltung nutzten die Teilnehmenden die Pausen intensiv, um Erfahrungen zu teilen und Impulse aus den Sessions weiter zu vertiefen.