AI-WinterCamp 2025: Zwei Tage klarer Orientierung, praxisnaher Einblicke und kollaborativer Lösungsarbeit
Das AI-WinterCamp am 10. und 11. Dezember 2025 in Ahlen brachte Fach- und Führungskräfte aus der Genossenschaftlichen FinanzGruppe zusammen, um den aktuellen Stand der KI-Entwicklung einzuordnen und konkrete Umsetzungsansätze für Banken weiterzuentwickeln.
Der zweitägige Austausch zeigte deutlich, wie stark KI inzwischen strategische, organisatorische und technologische Fragen miteinander verknüpft – und wie wichtig gemeinsames Lernen in diesem Transformationsfeld geworden ist.
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Tag 1: Einordnen, Verstehen und Orientierung gewinnen
Der erste Tag führte systematisch durch die wesentlichen Themenfelder, die Genossenschaftsbanken derzeit beim KI-Einsatz beschäftigen.
Jörg Schober eröffnete mit „Caving the Cow Path?!” und der Frage, wie Banken gewohnte Muster hinterfragen und Innovationspfade jenseits etablierter Prozesse erschließen können. Der Beitrag setzte bewusst früh den Rahmen: KI verlangt Entscheidungen über Arbeitsweisen, Verantwortlichkeiten und Zielbilder – nicht allein über Tools.
Anschließend zeigte Nils Ciach (Ostfriesische Volksbank eG), wie KI im Institut wirksam verankert werden kann. Sein Beitrag verdeutlichte, welche organisatorischen Voraussetzungen geschaffen werden müssen, um erste Erfolge zu stabilisieren und in die Fläche zu bringen.
Mit Thorsten Rode (Stadt Nettetal) folgte eine bewusst externe Perspektive aus der öffentlichen Verwaltung. Der Austausch machte sichtbar, dass regulierte Organisationen ähnliche Herausforderungen teilen – insbesondere beim Zusammenspiel von Recht, Governance und digitalem Kulturwandel.
Nach der Mittagspause rückten Prozesse und Arbeitsplätze in den Fokus. Christian Hensel (Volksbank in der Hohen Mark eG) stellte einen prozessorientierten Ansatz zur Weiterentwicklung des digitalen Arbeitsplatzes vor und zeigte auf, wie Rollen, Abläufe und Change Management gemeinsam gedacht werden müssen. Anschließend erläuterten Daniel Giel und Lars Greven die Möglichkeiten KI-gestützter Automatisierung und gaben einen strukturierten Überblick darüber, welche Effizienzpotenziale sich durch geeignete Workflows und Werkzeuge erschließen lassen.
Im Anschluss erläuterte Daniel Giel, wie sich rechtliche Rahmenbedingungen, Hilfestellungen und Erfahrungswerte im Umgang mit KI sinnvoll miteinander verbinden lassen.
Mit „KI treibt uns: Vom Tool zum Transformationsprozess!“ zeigte Stephan Ahlmeyer, wie grundlegend die Einordnung der KI-Implementierung als „Change“ oder „Transformation“ ist. Anhand einer Checkliste für die wichtigsten Elemente erfolgreicher Transformationsprozesse wurde deutlich, wo die zentralen Hebel und wie wichtig eine transparente Kommunikation zum Zielbild der Banken mit KI ist.
Die Vorstellung erster Ergebnisse der KI-360°-Umsetzungsstudie 2025, vorgestellt von Jannik Türnau, rundete den ersten Tag ab. Die Analyse machte sichtbar, wo die Genossenschaftsbanken beim Thema KI stehen und welche Entwicklungsprofile sich abzeichnen.
Tag 2: Lösungsentwicklung in Challenges und kollaborativer Transfer
Der zweite Tag stand vollständig im Zeichen der praktischen Ausarbeitung von Lösungsansätzen. Die Teilnehmenden arbeiteten in kleinen Gruppen an konkreten Fragestellungen aus dem Bankalltag – von KI-gestütztem Coaching über KI-Support bei NPP-Prozessen bis zur automatisierten Presseschau. Die Gruppen näherten sich den Challenges aus unterschiedlichen Blickwinkeln, entwickelten funktionale Prototypen, skizzierten Workflows und diskutierten Vorteile sowie notwendige Rahmenbedingungen für eine Umsetzung in den Instituten, bspw. durch Copilot Agents. Besonders wertvoll waren der institutionenübergreifende Austausch und die steile Lernkurve für alle Beteiligten. Viele Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, Erfahrungen, Hemmnisse und Lösungswege zu vergleichen – oft mit der Erkenntnis, dass ähnliche Fragestellungen in ganz unterschiedlichen Häusern parallel bearbeitet werden.Ergebnis: Konkrete Ansätze und ein klarer Blick auf die nächsten Schritte
Das AI-WinterCamp 2025 bot eine dichte Kombination aus fachlicher Orientierung, strategischer Einordnung und kollaborativer Lösungsentwicklung. Die Teilnehmenden gingen mit:- einem klareren Verständnis der relevanten KI-Trends,
- konkreten Beispielen aus Banken und Verwaltung,
- praxisnahen Tools und Methoden zur Automatisierung,
- einer fundierten regulatorischen Einordnung,
- ersten Studienergebnissen für die GFG,
- und mit ausgearbeiteten Lösungsansätzen aus den Challenges.